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  City of God
      Cidade de Deus

City of God
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City of God bei OFDb
ID: 438 Views gesamt: 2529
Filmtitel City of God
Originaltitel Cidade de Deus
Regisseur Fernando Meirelles, Kátia Lund,
Darsteller Douglas Silva, Matheus Nachtergaele, Alexandre Rodrigues,
Jahr 2002
Land Brasilien, Frankreich, USA
FSK Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG FSK
Länge 130 min
Genre Ghetto-Drama,
Inhalt Die Stadt Gottes. So heisst der Schauplatz unseres Geschehens in einem trostlosen Vorort Rio de Janeiros. Wer hier aufwächst der hat eigentlich keine richtige Kindheit, sondern muss schon früh lernen wie hart das Leben zu einem sein kann. Im Interesse des Geschehens sind zwei Kinder, der schüchterne Buscape, der später einmal Fotograph werden will, und Löckchen der schon im Kindesalter davon träumt eine Gangsterkarriere zu starten. Während Buscape mit einer Billigkamera seine Freunde am Strand von Rio ablichtet, versucht Löckchen seine ganz grosse Drogenkarriere zu starten. Die Wege der Beiden kreuzen sich im Laufe des Films immer häufiger, und am Ende bleibt abzuwarten welche der beiden Karrieren eine Zukunft hat und welche nicht....
Autor michelangelo
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Bewertung ( 3 Stimmen )


Bislang wurden zu diesem Film 2 Kritiken verfasst.

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Von Will-Shake, geschrieben am 23. December 2005
Filmwertung:

Diese simple Geschichte über zwei Jungen, die in einem brasilianischen Slum aufwachsen, aber völlig verschiedene Wege gehen, besticht nicht zuletzt durch die Intensität der Bilder. Es ist nicht die Hektik alleine, denn es gibt auch ruhigere Szenen, sondern auch die Direktheit der aufgefangenen Sequenzen, die zum einen begeistert, zum anderen viele Fragen aufwerfen. Denn man sieht, wie Kinder, die nichts mit ihrem Leben in ihrer Armut anfangen können, sich als Drogendealer verdingen und sich Reichtum ersehnen. Man sieht, wie Menschen (Jugendliche) von der Polizei rücksichtslos erst einmal niedergeschossen werden, nur damit sich später herausstellt, dass diese nicht einmal Verbrecher sind. Wer näher zuhört und zuschaut, kann jedoch auch eine viel wichtigere „Botschaft“ aufnehmen. Denn Gewalt und Hass sind nur Ventilöffnungen für die Verzweiflung des Lebens in Isolation und Armut. Die Menschen in der Stadt Gottes werden schlichtweg von der Gesellschaft vergessen, und ihr Schicksal ist für die Menschen aus anderen Schichten nur eine Geschichte aus einer weit entferten hermetisch abgeriegelten Welt. Dieses Menschenleben scheint nirgendwo etwas zu bedeuten und das erschreckenste ist, dass es alle genau so sehen und fest daran glauben.

Was Fernando Meirelles geschaffen hat, ist ein fast dokumentarischer Film, mit einer Gruppe von Laienschauspielern, die jedoch mit ihrer schlichten aber lebensnahen Darstellung der einzelnen Charaktere, zu überzeugen wissen. Die Hektik, mit den schnellen Cuts und der verzerrten wackelnden Kameraführung, trägt ihren Teil zur authentischen Dramatik bei und die spärlich eingesetzte Musik ist nie störend. Meirelles zeigt uns mit seinem Film eine Welt, die wir aus unseren Gedanken verdrängen, sich selbst jedoch noch schmerzvoll aus der Armutsfalle zu winden versucht. Ob dies gelingt ist nicht zu sagen.

Was aber definitiv Faktum ist und bleibt: „City of God“ ist ein neo-cinematisches Meisterwerk, dass vielleicht nicht nur Augen öffnet, sondern auch manche Arme, um das Leid der Welt in einer freundschaftlichen fürsorglichen Umarmung zu ersticken.



Von michelangelo, geschrieben am 3. July 2004
Filmwertung:

Bildgewaltiges Epos von Regisseur Fernando Meirelles im Stile von Tarantino/Scorsese. In Deutschland wurde der Film mit der Altersfreigabe FSK 16 versehen, und das denke ich zurecht! Im gesamten Film wird Gewalt nicht nur dargestellt, sie wird zelebriert. Kleine Kinder mit Pistolen, Männer mit Maschinengewehren, Sex Drugs & Rock 'n Roll. Nun gut, der Sex ist eher selten Thema, und der Rock 'n Roll wohl eher eine Mischung aus Funk und Dancefloor, aber Drogen gibt es an jeder Ecke im Film. Unvergesslich sind die Dialoge der kleinen Kinder am Ende des Streifens, stellvertretend für den gesamten Film: "Ey,weiss einer wer Enriqui abgeknallt hat?" "Das war Boyd" "Ey dann wird der Arsch eben auch umgelegt." (dann folgen noch ein paar Namen) "Wer kann'n schreiben?" "Ich" "Dann mach mal ne schwarze Liste. Da schreiben wir alle auf die wir kalt machen wollen." Da es sich um 6-8 jährige Kinder handelt wirkt die Szene unfreiwillig komisch und absurd, aber wer das Vorrangegangene kennt weiss: Es ist bitterer Ernst!

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