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Amores Perros
Amores Perros

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| ID: 759 |
Views gesamt: 2458 |
| Filmtitel |
Amores Perros |
| Originaltitel |
Amores Perros |
| Regisseur |
Alejandro González Iñárritu,
|
| Darsteller |
Emilio Echevarría,
Gael García Bernal,
Goya Toledo,
Álvaro Guerrero,
Vanessa Bauche,
Jorge Salinas,
Marco Pérez,
Rodrigo Murray,
Gerardo Campbell,
,
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| Jahr |
2000 |
| Land |
Mexico |
| FSK |
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG FSK |
| Länge |
153 min |
| Genre |
Drama,
|
| Inhalt |
Was ist Liebe? Liebe ist Tod. Liebe ist Schmerz. Liebe ist Hoffnung. Liebe ist Egoismus. Liebe ist Sünde. Liebe ist Qual. Liebe ist Verrat.
Dass diese Definitionen nicht einfach nur aus der Luft gegriffen sind, beweisen die 148 Min. von Alejandro Gonzalez Inarritus und Guillermo Arriaga Jordans Erstlingswerk eindrucksvoll. Bevor beide mit „21Gramm“ international bekannt wurden, schufen sie mit „Amores Perros“ so etwas, wie ein Prequel, denn filmtechnisch erinnert es stark an das 2003 folgende Drama mit Sean Penn, Benicio Del Toro und Naomi Watts.
Es werden im Laufe des Films viele Einzelschicksale erzählt, aber anders als bei „21Gramm“, kommt es nicht zum direkten Zusammentreffen aller Protagonisten. Nur ein schicksalhafter Autounfall führt zu einer flüchtigen Kollision. Da wäre also ein junger Mann namens Octavio (Gael García Bernal), der vor sich hinlebt, insgeheim aber für Susanna (Vanessa Bauche), die Frau seines kriminellen jähzornigen Bruders Ramiro (Marco Pérez), Empfindungen hegt. Als er aus reinem Zufall entdeckt, dass Cofi, der Hund der Familie, eine totale Killermaschine im Hundekampfring ist, packt er die Chance beim Schopfe und gewinnt einen Kampf nach dem anderen. Das Preisgeld spart er sich mit Susanna, um im passenden Augenblick abzuhauen, und mit ihr und ihrem Kind (bzw. ihren 2 Kindern) ein neues Leben zu beginnen. Als sein Bruder jedoch das gesparte Geld entdeckt, scheint alles verloren.
Dieser Abschnitt wird an dieser Stelle jäh unterbrochen und die Szenerie wechselt in das Haus des wohlhabenden Verlegers Daniel (Álvaro Guerrero), der es mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern teilt. Das scheinbar harmonische perfekte Leben, wird jedoch von einer heimlichen Affäre Daniels überschattet, der sich mit dem Supermodel Valeria (Goya Toledo) einlässt. Es kommt schließlich soweit, dass er alles aufgibt, seine Familie verlässt und sich eine Wohnung für ihn und seine Geliebte kauft. Endlich ungestört, wägen sich beide im Glück. Doch ein Autounfall fesselt die schöne Valeria an den Rohlstuhl und entstellt sie. Anfangs nur ein wenig niedergeschlagen, überschlägt sich ihre Stimmung, als ihr geliebtes Hündchen Richie in ein Loch fällt und kein Lebenszeichen mehr von sich gibt. Dieser banale Zwischenfall eskaliert dann schließlich in der unumgänglichen Beziehungskrise der beiden frisch Verliebten.
Hier wird wieder ein Einschnitt gemacht und es folgt die abschließende Geschichte, um den Obdachlosen El Chivo. Dieser verdingt sich als Auftragsmörder für reiche Geschäftsmänner. Sein früheres Leben als Revolutionär hat der alte Mann hinter sich gelassen und es scheint, dass ihm nichts außer seinen Hunden geblieben ist. Doch es wird schnell klar, dass er tiefe Schuldgefühle hegt, denn für seinen Freiheitskampf, ließ auch er seine Frau und seine kleine Tochter zurück. Nun da er auf sein Leben zurückblickt, kommt ihm dies alles sinnlos vor und der Mut fehlt ihm, wieder mit seiner Familie zusammen zu kommen. Auf den Straßen irrt er mit seinem Rudel Hunde umher, auf seine Erlösung hoffend. Doch die Gefühle für seine Tochter stellen sich doch als zu stark heraus. Er zieht Mut aus seinem Wandel, den er im Laufe dieser letzten Geschichte von „Amores Perros“ durchmacht. |
| Autor |
Will-Shake |
| Bilder |
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| Bewertung |
         ( 2 Stimmen )
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Bislang wurden zu diesem Film 2 Kritiken verfasst.
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Von Will-Shake, geschrieben am 25. December 2005
Filmwertung:          
Bei Amores Perros scheitern schlussendlich alle Protagonisten an ihren primären Zielen und was zurückbleibt, sind nur Erinnerungen, die jedoch auch allmählich verschwimmen. Meisterlich verstehen es die Bilderfolgen den Zuschauer zu begeistern. Trauer, Hoffnung und Stille werden perfekt miteinander verknüpft. Zwar spielt der Film in der pulsierenden Metropole von Mexico City, doch bleibt der Fokus auf den Charakteren und ihrem Schicksal. Hektik wird durch die tiefe Nachdenklichkeit und die Zärtlichkeit, mit denen sich die einzelnen Charakter treffen, kompensiert. Der Zuschauer wird dadurch in einen schwebenden Gemütszustand gebracht, denn jede Szene wirkt vollkommen anders auf ihn. Wie in 21Gramm vollführt Alejandro Gonzalez Inarritu mit den Szenenüberläufen ein Kunststück nach dem anderen. Glück trifft direkt auf Trauer und makaber und skuril wird es, wenn nach einem kurzen hektischen Hundekampf und den letzten Jaulgeräuschen des Unterlegenen, die Kamera sanft auf ein Begräbnis mit Trauernden und Weinenden umschwengt. Überhaupt ist der Inhalt in jedem Aspekt ein wenig unkonventionell und er wirkt in den Schlüsselszenen, wo die Emotionen der Charaktere beinahe überschwappen, teils komisch und skurril. Denn man darf zwischen den menschlichen Interaktionen nicht vergessen, das ein Augenmerk, und zwar vollkommen beabsichtigt und ernsthaft, auf den vierbeinigen Begleitern gerichtet ist. Geradezu zentral stehen die Hunde in Amores Perros und stellen die inhaltlichen Bezugspunkte der Geschichte dar. Jede Episode hängt stark mit der Existenz der einzelnen Hunde zusammen. Sie reflektieren zwar keine direkten Charakterzüge ihrer menschlichen Kollegen, doch sind sie in ihren Schicksalwendungen fest verankert. Wer genauer und aufmerksamer hinschaut bzw. hinhört, der wird erkennen, dass in allen drei Episoden die Hauptcharaktere, jeder einzeln, mit den verschiedenen Hunden redet bzw. die Hunde den Anfang und das Ende der jeweiligen Episode darstellen.
Diese Vermischung von Authenzität und Skurrilität bewirkt vor allem beim Zuschauer ein unerahntes Gefühl, das konstant über die ganze Filmlänge gegenwärtig ist. Die Spannung wird dadurch intensiviert, da es dem Zuschauer völlig frei steht zu entscheiden, was er vom weiteren Verlauf der Geschichten erwarten will. Bis zur Auflösung der verschiedenen Episoden, wird dem Zuschauer die Möglichkeit geboten, sich eine kleine, aber doch glaubwürdige Hoffnung für sich selbst zu erhalten. Denn obwohl alle Hoffnungen am Ende doch zerstört werden, bleibt als Schlusskonsequenz das Leben selbst. Denn mit dem Leben, bleibt auch das Schicksal verwurzelt mit der Existenz jedes einzelnen Menschen.
Verdeutlicht wird dieses Weiterleben in der abschließenden Szene, wenn El Chivo sich alleine mit seinem neuen Hund Cofi (bzw. Negro) und einem kleinen Fünkchen Hoffnung aufmacht und seinen Lebensweg auf einem trostlosen brachenliegenden Feld fortsetzt, einer unbekannten Zukunft entgegen. Dieses Ende, das ganz und gar nicht als Happy-Ending bezeichnet werden kann, jedoch aber nicht allzu verzweifelt tragisch wirkt, besticht durch die tiefgründig künstlerische Schönheit und setzt den grandiosen Schlusspunkt eines liebevoll brutal-tragischen Meisterwerkes.
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