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Match Point
Match Point

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| ID: 770 |
Views gesamt: 2293 |
| Filmtitel |
Match Point |
| Originaltitel |
Match Point |
| Regisseur |
Woody Allen,
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| Darsteller |
Scarlett Johansson,
Jonathan Rhys-Meyers,
Emily Mortimer,
Matthew Goode,
Brian Cox,
Penelope Wilton,
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| Jahr |
2005 |
| Land |
Großbritannien, USA |
| FSK |
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG FSK |
| Länge |
125 min |
| Genre |
Drama,
Thriller,
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| Inhalt |
Der ehemalige Tennisprofi Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers) ist nach London gezogen, um dort sein Glück als Tenniscoach zu versuchen, da ihm ein finanzieller Erfolg bis jetzt vergönnt wurde. Eines Tages lernt er in seinem Tennisclub Tom Hewett (Matthew Good) kennen und darf auch Bekanntschaft mit seiner Schwester Chloe (Emily Mortimer) machen. Beide kommen sich näher und heiraten schließlich, was Chris automatisch den Weg in Chloes reiche Familie verschafft und er somit einen Beruf in der Firma von Chloes Vater bekommt. Alles würde für Chris so gut laufen, wäre da nicht Nola (Scarlett Johansson). Er verliebt sich in sie und beginnt eine Affaire. Aber leider ist Chris bereits verheiratet und Nola die Verlobte von Tom... |
| Autor |
thejackass |
| Bilder |
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| Bewertung |
      ( 4 Stimmen )
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Bislang wurden zu diesem Film 2 Kritiken verfasst.
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Von thejackass, geschrieben am 3. January 2006
Filmwertung:      
Woody Allen ist seit nun mehr 40 Jahren im Filmgeschäft tätig und ein umjubelter Regisseur. Match Point ist sein erstes Werk, das ich von ihm gesehen habe. Doch wenn jeder Film von ihm so ist, wie dieser, dann bin ich sehr enttäuscht.
Kamera und Musik sind zwar spitze. Auch alle Schauspieler agieren super, vor allem natürlich die wunderhübsche Scarlett Johansson und der talentierte Jonathan Rhys-Meyers. Sogar der Anfang war klasse, mit der Rede darüber, wie wichtig Glück ist und dieser Aufnahme von dem Tennisball, der über das Netz fliegt (was ja später mit dem Ring wieder aufgenommen wurde). Aber bei einem zweistündigen Film sollten die ersten 1 ½ Stunden nicht so langatmig vergehen, wie es hier der Fall war. Denn der Film hat sich anfangs wirklich lange gezogen und man war heilfroh, als die letzte halbe Stunde begann und endlich Spannung in die ganze Geschichte kam.
Vielleicht hätte Woody Allen doch lieber in New York bleiben sollen, wo er sonst auch immer seine Filme macht. Die Schauspieler und die ganze Atmosphäre sind wirklich nicht schlecht und Match Point hätte locker ein guter Film werden können, wäre da nicht dieser zähe Teil, der sich über die Hälfte des Filmes zieht. Von daher kann ich leider nur 6/10 Punkten geben.
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Von Will-Shake, geschrieben am 3. January 2006
Filmwertung:         
In jährlicher Regelmäßigkeit bringt Woody Allen, das New Yorker Urgestein, Filme auf die Leinwand. Dass diese mitunter nicht immer hochqualitative Ausmaße annehmen, muss selbst der gerade erst 70 Jahre gewordene Regisseur zugeben. Was diese immer wiederkehrende Lanze beschneidet heißt im Hinblick auf die nahe Zukunft Match Point. Ungewohnt ernst und bitter präsentiert uns Allen seinen ersten Film außerhalb von New York.
Woody Allen, der doch öfters zum Satirehandbuch greift, schuf mit Match Point ein waschechtes Drama der anderen Sorte. Zwar schaukelt sich wie bei jedem guten Drama die Spannung langsam in die Höhe, bis sie, wie in einer klassischen Tragödie, die Peripherie erreicht, doch nutzt Allen auch gekonnt Musik und Bild, um die Handlung zu unterstützen. So unterlegt Allen seinen Film mit orchesterbegeleitenden Arien, was dem Zuschauer am Ende des Films auf eine deutliche Weise klarmacht, dass die Tragik schon mit dem Beginn des Films angefangen hatte. Es zeugt von einer inneren Unbefangenheit, wenn die vor Trauer triefende Stimme singt, und lässt keinen Durchlass für jeglichen Kitsch. Zudem filmte Allen an zahlreichen Londoner Schauplätzen und unverkennbar bleiben seine ruhigen Kamerafahrten oder Stillbilder, die einerseits den Charaktern eine gewisse Ruhe verschaffen, andererseits auf eine innere Emotionswelt deuten, die herauszukommen droht. Und genau dieses Stilmittel trägt den Allen Film, wie lange nicht mehr. Gehorsam folgt auch die Handlung und schafft es fast 123 Minuten lang mit wenig Humor auszukommen. Und selbst dann, zeugen die Dialoge oder die Gesten von tiefschwarzem Sarkasmus.
Herausragend ist auch der inhaltliche Aufbau. Allen verdeutlicht mit Match Point auch gesellschaftliche Trennlinien. Wir treffen auf die reiche Upper Class und eine Mittelschicht, die mit vielen Mitteln versucht einen Aufstieg zu erlangen. Repräsentiert von Chris und Nola, ist diese Mittelschicht jedoch nicht imstande sich mit dieser Herausforderung auseinander zu setzen. Vielmehr verlieren sie sich in ihren Schwächen und bringen es nicht zustande, sich von der Upper Class zu trennen. Deutlich wird dies in der Parallelität der Situation von Tom und Chris. Während Tom sich ohne Probleme von Nola trennen kann und eine andere heiratet, die er während seiner eigenen Affäre geschwängert hatte, scheint es für Chris unmöglich zu sein Chloe zu verlassen und zusammen mit Nola und ihrem Kind glücklich zu werden. Die Barriere wird in Hinsicht auf den finanziellen und gesellschaftlichen Erfolg Chris deutlich. Er muss sich auf einen klassischen Handel zwischen Geld und Liebe einlassen. Doch dies alles würde selbst im besten Fall nur zu einem sehr guten Drama führen. Was Match Point zusätzlich noch ausmacht, ist die Schauspielerkonstellation, die Woody Allen vorzüglich zusammengestellt hat. Beginnend mit dem kleinsten Licht des Films Penelope Wilton, welche die zynische aber doch mütterliche Eleanor Hewett spielt. Sie ist nicht die klassische gestrenge Frau und hat auch nicht klischeehaft in der Familienbeziehung die Hosen an. Sie sorgt sich lediglich um ihre Kinder und versucht diese vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ebenso geht es dem Hausherren Mr. Hewett, gespielt von Brian Cox. Ungewohnt besonnen und freundlich, stellt Cox einen Millionär dar, der zwar Verständnis für seine Kinder hat, jedoch nur im Geld die Lösung sieht. Andere Facetten legen Matthew Goode und Emily Mortimer an den Tag. Sie mimen mit einer konstanten Leistung, meist die egozentrischen Veranlagungen ihrer Charaktere, die jedoch auch freundliche, ja fast zärtliche Seiten zeigen. Übrig bleiben noch Jonathan Rhys-Meyers und Scarlett Johansson. Ersterer überrascht mit einer sehr brillanten, wenn auch streckenweise sehr theatralischen, Vorstellung. Er ist der tragische Charakter, hin und hergerissen von der Gesellschaft. Meyers schafft es 123 Minuten den eher introvertierten Chris Wilton glaubwürdig darzustellen, ohne unnötige Tragik mit einzubringen. Schlusslicht bildet Scarlett Johansson. Doch wie immer leuchtet dieses Licht über alle anderen. Johansson überzeugt durch eine tiefgreifende Vorstellung, die sowohl Verführung, als auch Unsicherheit authentisch verbindet. Als absolut erfolglose Schauspielerin Nola, verdreht sie mit ihrer Gestik, ihren Dialogen und natürlich auch ihren Rundungen, reihenweise Männerköpfe. Mit Match Point beweist sie, dass sie zurecht von der Zeitschrift Rolling Stone zur Femme Fatale 2005/2006 gekürt wurde und zudem Aussicht auf die nächste Marlyn Monroe stellt. Eine betörende Hollywoodschönheit.
All diese positiven Punkte fügt Woody Allen in seinem grandiosen Drama zusammen und verdient sich somit reichliches Lob. Sozusagen das Comeback eines alten Mannes. Und sicherlich auch ein heißer Anwärter auf den Golden Globe 2006. Respekt Mr. Allen.
9,2/10
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